Friedensnobelpreis für al-Qaida!

Posted on Oktober 10, 2011 von

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In seiner Funktion als Speerspitze der „kritischen“ Weltanschauung begrüßt das Autor_innenkollektiv Hilde Benjamin die norwegische Entscheidung, den Friedens-Nobel-Preis an Tawakul Karman von der Islah-Partei Sheikh Abdul Majid al-Zindani zu verleihen, den sogar das Hetzblatt der Wall Street, die New York Times, folgendermaßen charekterisiert:

A revered spiritual leader, theological adviser to Osama bin Laden and co-founder of the main Yemeni opposition party, Islah. In 2004, the United States Treasury put Mr. Zindani on a list of “specially designated global terrorists” for suspected fund-raising for Al Qaeda and other terrorist groups.

Ein angesehener religiöser Führer und Berater von Osama Bin Laden und Mitbegründer der größten jemenitischen Oppositionspartei, Islah. Das US-amerikanische Finanzministerium setzte Herrn Zindani im Jahr 2004 auf eine Liste von „besonderes ausgezeichneten internationalen Terroristen“ wegen eines Verdachts, er treibe für Al Qaida und andere Terrororganisationen die Spendengelder ein.

Auch in den Kreisen der wissenschaftlichen Weltanschauung, namentlich bei MdB Jan van Aken und seinen Verzweiflungs- und Überzeugungstätern Fans und Groupies aus der „Links“-Partei, weiß man es sehr zu schätzen, dass der „politische“ Islam eine rundherum positive „Politik“ macht, die sich vor allem dann fest auf dem Boden der imperialistischen Weltanschauung bewegt, wenn es gegen Israel für die Islamische Republik Iran „politisch“ zur Sache gehen soll.

Und da es dem Nobel-Preis-Komitee schlechterdings unmöglich ist, seinen Preis postum zu verleihen, durfte Frau Karman nun den Platz ihres erst kürzlich nach langer schwerer Krankheit unter weiterhin ungeklärten Umständen vom imperialistischen Klassenfeind und Büttel des Zionismus kaltblütig und hinterhältig ermordeten spirituellen Führers, Osama Bin Laden, einnehmen?

Wer sich darüber wundert, von einer Entscheidung, die die von sich selbst Unterdrückten auf der ganzen Welt aufatmen lässt, noch nichts aus den gesellschaftlich progressiven Medien unserer Republik erfahren zu haben, wird sich denken können, dass es noch nicht ganz klar ist, wie die Kunde von Frau Karmans Wahl „politisch“ angemessen verpackt werden kann, ohne der zionistisch kontrollierten neo-konservativen Medien-Kabale einen Vorwand zu liefern, sofort Macht auf die öffentliche Meinung auszuüben.

Aber auch, ohne allzu viele alte Wunden wieder aufzureißen, die nach dem schrecklichen Mord am Mensch gewordenen Spendenprogramm der Islah-Partei, Osama Bin Laden, nur oberflächlich verheilt sind! Gerade auch im Deutschland der Freu-Verbote (Swing-Tanzen bleibt vorerst erlaubt) ist durch den vorzeitigen Weggang Mord am geistigen Führer der Al Qaida ein „politisches“ und emotionales Vakuum entstanden, das noch nicht wieder gefüllt werden kann, so sehr sich die „junge Welt“ auch um Abhilfe bemüht.

Es ist lediglich ein Gerücht, dass das Nobel-Preis-Komitee zudem einen persönlichen Groll auf die Killertruppe „Navy Seals“ hegt, die diese strahlende Leuchte, dieses Licht des Terrors Humanismus und des „Friedens“ auf der ganzen Welt, Osama Bin Laden, auspustete. Ebenso ist es ein Gerücht, dass die Mitglieder dieser imperialistischen und zionistischen Sturmtruppe wegen dieses Grolls nachts nicht schlafen könnten.

Aber wie man „politisch“ guten von „politisch“ bösem Terror unterscheidet, hat der norwegische Botschafter in der illegalen zionistischen Siedlung Tel Aviv, seine Exzellenz Svein Sivje, bereits anlässlich jenes Massenmordes vorgemacht, dem im Sommer 2011 in einem Jugendcamp der norwegischen „Arbeiter“-Partei 84 junge Menschen zum Opfer gefallen sind und der bekanntlich im Auftrag des Mossad geschah.

Inwieweit das entschiedene Auftreten Thorbjørn Jaglands, der für die norwegische „Arbeiter“-Partei Mitglied des Nobel Preis Komitees ist, eine Reaktion auf das von Henryk M. Broder und Ulrich Sahm Imperialisten, Kriegstreibern, Zionisten und anderen Freunden der Country-Western-Musik verschuldete Massaker von Utoyah sein könnte, überlassen wir dem Urteil unserer Leser_Innen.

Während unsere Leser_innen diese Frage in ihrem Hirn bewegen, hören Sie sich bitte an, was Sheikh Abdul Majid al-Zindani in seiner Funktion als „politischer“ Führungsoffizier der frisch gekürten Nobel-Preistgrägerin von der Islah-Partei zu sagen hat, wenn er seine Vorstellungen von Emanzipation präsentiert; in diesem Fall die der sogenannten Geschlechter.

Der Sheikh – gepriesen sei seine Weisheit – hat Vorstellungen, die sich auf bemerkenswerte Art und Weise wiederum mit jenen Vorstellungen zu „politisch“ sinnvoller Geschlechtertrennung decken, die bei der deutschen „Links“- und „Frauendeck“-Partei bereits übliche Praxis sind:

Women can participate in government — so long as female parliamentarians attend sessions in separate rooms.”

Frauen können bei der Regierung mitmachen – solange sich die weiblichen Parlamentsmitglieder in getrennten Räumlichkeiten treffen.

Da konnte das Nobel Preis Komitee nicht länger zögern, da musste man in Oslo einfach zugreifen: Frau Karman bekommt den „Friedens“-Nobel-Preis.

Die übrigen Vorstellungen ihrer Partei runden das Bild ab, das man sich von ihrem „politischen“ Auftrag machen kann und von der gesellschaftlichen Vision, die sie per Mitgliedschaft in der jemenitischen „Links“ Islah-Partei unterschrieben hat.

Gerade auch die „Friedens“-bewussten deutschen Stützen der Gesellschaft sollten sich angesprochen fühlen, wenn es heißt:

Islam is a belief from which a complete vision emerges for humans, universe and life, and a law (Shari’ah) that organises every aspect of life.

Der Islam ist ein Glauben, in dem der Menschheit, dem Universum und dem Leben, eine ganzheitliche Vision zu Teil wird zusammen mit einem Gesetz (Shari’ah), dass alle Aspekte des Lebens regelt.

Eine „ganzheitliche Vision“ ist doch sehr praktisch, lässt sie doch keinen Platz für Zweifel – oder etwa doch? Und, wenn es um das sogenannte große Ganze geht, dann wissen wir seit Maos Tagen: „Je weiter das Ziel, desto länger der Weg.“ So, wie es schon im Roten Buch geschrieben steht.

Man darf den „Friedens“-Nobel-Preis übrigens ab heute auch in Gänsefüßchen schreiben, ohne ihm Unrecht zu tun.