Willkommen in Teheran!

Posted on November 22, 2011 von

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Genossinnen und –außen jederlei Geschicklichkeiten Geschlechtlichkeiten:

Heute ist es an der Zeit, den Beitrag zu rühmen und zu würdigen, den die Luftfahrt zu Friede, Freude, Eierkuchen, und Völkerverständigung leistet, sowie zur Diktatur des Proletariats.

Einer unserer alter Bekannten und in unseren glücklichen Wandlitzer Tagen fliegender Untersatz der Fluggesellschaft des demokratischen Deutschlands, ein Airbus 310-300 F („304 VIP“ im widerlichen Jargon des Klassenfeindes), fliegt nun für jene internationale Vorhut der nuklearwissenschaftlichen Weltanschauung, die nolens-Polenzvolens an der Spitz der internationalen „Occupy“-Bewegung steht und stehen wird: die Islamische Republik Iran.

Wir begrüßen diese überraschende Wende im Sanktionsregime der imperialistischen und zionistischen Kriegstreiber und Ausbeuterklasse mit einem dreifach sozialistischen, Erichfriedliebenden Hep Hep Hip-Hip-Hurra!

Wie den zuständigen Dienststellen des Bundesvermögensamtes, der Luftwaffe und dem Kanzleramt erst gestern bekannt wurde, beinhaltet der freie Verkehr von Gütern und Diensten, dass rechtmäßig erworbenes Eigentum an Dritte weiterverkauft werden kann; naja, kein Mensch kann alles wissen.

Genau letzteres – auch bekannt als Import-Export – ist nun mit dem ehemaligen Flugzeug der Bundeskanzlerin geschehen: Weiterverkauft wurde es von einem Zwischenhändler in der Ukraine nach Teheran; Außenpolitik wird eben doch nicht umsonst eine Chef-Sache genannt, wenn schon keine Diplomatie.

Es rühmen und freuen sich die deutschen Behörden, für den Verkauf des in Fachkreisen nicht für seine Zuverlässigkeit gerühmten Fluggerätes noch drei Millionen Euro ergattert zu haben; da kann man mal sehen, wie billig das „politische“ Berlin in Wahrheit ist.

Aber diese drei Millionen sind nur eine Träne im Ozean der fünf, sechs Milliarden Euro, welche die Nachfolgeorganisation des Deutschen Reiches in jedem Wirtschaftsjahr mit den Mullahs of Teheran umsetzt; mit jenen gesellschaftlichen Kräften, die man in den Kreisen von Ruprecht Polenz (CDU) bis Jan van Aken (SED, PDS, „Die LINKE“) nach bestem Wissen und Gewissen goutiert, weil man sie goutieren möchte.

Und nicht etwa wegen ihres Atomprogrammes, das die Vernichtung aller Juden Zionisten anstrebt.

Wenn doch, dann selbstverständlich nur, damit die „balance of terror“ versus Israel den zionistischen Unrechtsstaat dahingehend korrigiert werden kann, dass die Regierung in Jerusalem der illegal besetzten, zionistischen Siedlung Tel Aviv nun nicht mehr ganz allein bestimmen kann, welche Flötentöne zwischen Casablanca und Djakarta angestimmt werden.

Letztlich, so wird man uns gegebenenfalls zu erklären verstehen, handelt es sich beim Mullah-Atomprogramm um nichts anderes als um eine Maßnahme der Selbstverteidigung, und die ist schließlich legitimes Recht aller Staaten, was uns die graue Immanenz Eminenz der deutschen „Links“-Partei, der Ex-außenpolitische Sprecher und Emeritus des Völkerrechts im öffentlich-rechtlichen Staatsauftrag bei nächster sich bietender Gelegenheit im TV „bestätigen“ wird.

Dann können Richard C. Schneider, Ulrike Putz und Hans-Christian Andersen Rössler endlich auch ganz offiziell zu dem Schluss kommen, dass die Welt ein besserer Platz wäre, wenn doch nur die Juden Zionisten endlich das Existieren unterlassen würden und nicht länger den „Friedens“-Brunnen vergiften, aus dem die ganze Welt ihr „Friedens“-Wasser trinken möchte. Selbstverständlich nur im Interesse der Völkerverständigung, des Weltfriedens und der deutschen Wirtschaft Arbeitsplätze in der deutschen europäischen Luftfahrtindustrie.

Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt braucht das selbstverständlich keiner zu erklären, denn der Top-„Israel-Kritiker“ der deutschen Sozialdemokratie und MitHerausgeber der Leib- und Magenspeise des „Bildungs“-Bürgertums der deutschen Leitkultur „Kultur“-Nation (schönen Gruß nach PISA und an die OECD) „weiß“ das schon.

Was also jene Luftfahrt anbelangt, die nicht unbedingt als „zivil“ zu qualifizieren wäre, so verdiente es festgehalten zu werden, dass seit jenem 11. Oktober 1910, an dem der damalige Ex-US-Präsident Theodor Roosevelt sich zum ersten Mal in eine fliegende Kiste begab um als tollkühner Mann die Versammlung einiger Farmer im US-Bundestaat Missouri zu überfliegen, das Flugzeug aus der Politik und ihrer Inszenierung nicht mehr fortzudenken ist.

Es dauerte dennoch bis 1933, bis die US-Navy ihrem Obersten Vorgesetzten in Form des Douglas Dolphin eine plüschiges Sofa mit Flugtauglichkeitsbescheinigung für seine Dienstreisen zur Verfügung stellte; zu einer Zeit, als der „Führer“ bereits in seiner Funktion als Reichskanzler verankert war, nicht zuletzt dank seiner Inszenierung als „politischer“ Heilsbringer in einem Wahlkampf, der reichlich Gebrauch von jenen Flugzeugen machte, welche die Lufthansa dem historischen deutschen Antikapitalismus der NSDAP nur zu gerne andiente.

Wie schön also, dass sich nun nach fast genau einhundert Jahren der Kreis jenes Kapitels schließt, das Theodor Roosevelt einst kühn aufgeschlagen hatte: Die „politische“ Instrumentalisierung des Flugzeugs hat mit dem Verkauf der Kanzlerinnenmaschine an die Islamische Republik Iran ihre angemessene Apotheose gefunden – für „Frieden“ und Völkerverständigung immer bereit!

Doch nun zu etwas ganz anderem. Einige unserer lernwilligen Genossinnen und –außen warten noch immer auf den Abschluss des Bluthilde Fremdsprachenkurses, um endlich aus den Nachrichten der staatlichen und halbstaatlichen Medien schlau zu werden. Et voilà: Wir lernen öffentlich-rechtlich, Teil 3.

Wie hieß es doch in der ehemaligen BRD noch in den 50er Jahren auf jedem Sprachkurs, der auf sich hielt? „Weiter ohne Ballast“ – honi soit qui mal y pense: die Buchstabengruppe P – Z.

Palästinenserbehörde (PA): Die öffentlich-rechtlichste Kleptokratie der Welt.

Palästinensischer Premierminister: Gibt es in den zwei Geschmacksrichtungen „gemäßigt“ oder „radikal“ (siehe Arabischer Premiermminister, oben), was aber letztlich egal ist.

PLO: 1964 gegründet, um die Besetzung von 1967 zu beenden.

Pluralismus: Der Zustand, in dem alle Kulturen als völlig gleichwertig und gleich wertvoll gelten, mit Ausnahme der Westlichen, die wegen ihres Imperialismus, Kolonialismus und endemischen Rassismus zu verdammen sei (siehe Rassismus, unten)

Protokolle der Weisen von Zion: Der authentische jüdische Plan zur Eroberung der Weltherrschaft.

Radikale Islamisten: Gruppen von Verzweiflungstätern (siehe Krieg gegen den Terror, oben), zu denen ggfs. ein parlamentarischer Arm von Überzeugungstätern gehört (siehe “Hamas” und “Hezbollah”, oben), der diese Gruppen „mäßigt“ und ihre Finanzen managed.

Rassist: Alle, die die Wiederwahl von Präsident Obama nicht fordern, nicht wünschen, oder nicht unterstützen.

Recht auf…: Forderungen von Leuten, die Israel hassen und dort leben wollen, um es zu vernichten.

… auf Rückkehr: Von Leuten, von denen nur sehr, sehr wenige jemals dort gelebt haben.

Schiiten: Leute, die der Ansicht sind, dass Sunniten (siehe dort) tatsächlich keine Moslems sind, sondern Ungläubige, die abgeschlachtet gehören.

Shari’ah: Das islamische Rechtssystem, das Vergewaltigung, Kinderehe, bestimmte Arten von Mord (siehe Ehrenmorde, oben), usw. positiv sanktioniert.

Siedler: Jemand, der sich ein Haus baut, um jede Aussicht auf Frieden (siehe dort) zwischen Juden und Palästinensern zu zerstören.

Siedlungen: Illegale Gemeinschaft von Siedlern (vergleiche Jerusalem, siehe Siedler, oben).

Staatsjihad: Finaler Amoklauf einer zu allem entschlossenen Selbstmordsekte; prototypisch exemplifiziert durch die Volksgenoss_innen des deutschen Antikapitalismus der Jahre 1933 bis 1945 unter dem Motto „deutsch ist, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun“.

Sunniten: Leute, die der Ansicht sind, dass Schiiten (siehe dort) tatsächlich keine Moslems sind, sondern Ungläubige, die abgeschlachtet gehören.

Triple Oppression: Der zur „kritischen“ Weltformel erhobene Glaube „linker“ Antiimperialisten (m/w), Antikapitalisten (m/w) und arte, wonach die Ungleichheit dieser Welt vor allem oder gar ausschließlich auf der Konsonanz von Sexismus, Rassismus und Klassismus beruht; belegt durch die Tatsache, dass es außerhalb des eigenen Kopfes keine nennenswerte Wirklichkeit gibt.

Unverhältnismäßigkeit: Den Angreifer besiegen (vergleiche Aggression).

Vater des palästinensischen Volkes: Ein Ägypter, der von seinem Onkel, Hitlers Kumpel, adoptiert wurde und jetzt einer der uneigennützigsten Kleptokraten der Welt ist (siehe PLO, oben).

Widerstand: Willkürliche Ermordung von Zivilisten, vor allem Kindern, zu einem politischen Zweck.

Zionismus: Die Ideologie der Juden (siehe dort), die es ihnen erlauben soll, die Welt zu unterjochen.

Zionist: Jemand, der schlimmer ist als ein Nazi.

Zionistisches Gebilde: Ein Ort, der auf arabischen Landkarten zwar gar nicht existiert, aber deshalb umso entschlossener zerstört werden muss.

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