Soziale Kälte erfordert Neuordnung der revolutionären Kampfes

Geschrieben am Februar 19, 2012 von

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Als das Land am Freitag nur langsam aus der europaweit herrschende sozialen Kältestarre zu erwachen begann, schockierte eine Meldung die Genoss_innen an der Front der proletarischen Revolution. Während man bange auf die verzweifelten Versuche der griechischen Schwestern und Brüder_innen in Athen schaute, die der frostigen Schockstarre durch das Verbrennen kapitalistischer Unterdrückungssymbole zu entkommen suchten, schlugen die Agenten der imperialistische Hinterlist in Berlin zu und erzwangen den Rücktritt unserer geliebten obersten Liebesdienerin der Nation, Bettina Wulff. Eine Nachricht, die einschlug wie eine Bombe. In Athen loderten noch die Flammen an den Wohn- und Geschäftshäusern und wärmten die Seelen unserer proletarischen Waffenbrüder_innen, da ergoss sich in Deutschland die Furcht durch die Reihen des Fortschrittsbürgertums, wie die Flutwellen des seinerzeit von US-Diktator Bush verursachten Todessturms Katrina in die Wohnstuben der Geknechteten und Entrechteten in New Orleans.

All die Arbeit der vergangenen Jahre wäre zunichte gemacht, würde es der Konterrevolution jetzt gelingen, einen neuen Bundespräsidenten aus den Reihen der konservativen Imperialisten zu installieren, um ihre menschenverachtenden Vorstellungen aus dem Mittelalter weiter zu verbreiten. Seit dem Durchbruch der anbetungswürdigen Philosophin Charlotte Roche, befand sich die Bewegung für die Emanzipation und Befreiung von überkommenen Moralvorstellungen auf dem unaufhaltsamen Vormarsch, dank Bettina Wulff wurde zuletzt von höchster Stelle die sexuelle Revolution in der Grundschule verankert. Es bestand die Hoffnung, dass die letzten Reste der ekelerregenden Zwangsideologie des Konservatismus binnen einer Generation aus den Köpfen getilgt worden wäre und die Menschheit endlich das Ideal eines hedonistisch rammelnden Kaninchens erreicht hätte.

Stattdessen wabern nun Namen des Schreckens durch die gleichgeschalteten Propagandainstitute der Kapitalisten. Norbert Lammert etwa, Katholik und Sozialwissenschaftler, der mit einer Neuübersetzung des von christlichen Fundamentalisten weiterhin verbreiteten “Vater Unser” versuchte, die Köpfe unserer Jugend zu vergiften. Als Katholik ist er selbstverständlich Mitglied einer kriminellen Vereinigung, die vom Christentum ausgehende Gefahr für die Integrität der sozialistischen Gesellschaft brauche ich an dieser Stelle nicht zu betonen. Oder Joachim Gauck, protestantischer Demagoge und selbsternannter Antikommunist. Statt in Hohenschönhausen sein Dasein zu rechtfertigen, könnte dieser Vertreter möglicherweise das erste Staatsamt erobern und die Bevölkerung mit irrigen Äußerungen über Demokratie und Bürgerrechte verunsichern, möglicherweise gar die Katastrophe von 1989 erneut heraufbeschwören.

Nein, Genoss_innen, diese düsteren Aussichten schreien nach einem entschlossenen Handeln. Früher als geplant, muss nun unsere Geheimwaffe eingesetzt werden, um das drohende Scheitern der Revolution zu verhindern. Gudrun Pausewang steht bereits in den Startlöchern. Nachdem sie im vergangenen Jahr als gefragte Expertin und Sachbuchautorin in den Medien präsent war, um den atomaren Untergang zu analysieren, der im benachbarten Japan Millionen unschuldiger Menschen qualvoll dahinraffte, ist sie heute energiegeladen wie ein Druckwasserreaktor. Nicht nur bringt sie die nötige Lebenserfahrung mit, um den Schlächtern in den Atomtodwerken entschlossen zu begegnen, nein, sie ist darüberhinaus auch durch Aufenthalte in Venezuela und Bolivien bestens vernetzt, um den Funken der Begeisterung für den Freiheitskampf von dort auf unsere Scholle zu übertragen.
Auch was die oben angesprochenen Leistungen der großen Vorbilder, Bettina Wulff und Charlotte Roche, angeht, darf man zuversichtlich sein, dass sie den Lügen der konservativen Konterrevolutionäre entgegentreten wird und – dank ihrer langjährigen Erfahrung im Schulwesen – die Kinder vor einem Rückfall in die monogam-enthaltsame Barbarei  zu bewahren weiß.  Charlotte Roche selbst wird bedauerlicherweise von einem noch aus der prä-68er Zeit stammenden und den Geist der Konterrevolution atmenden Gesetz von einer Kandidatur abgehalten.

Solange aber angesichts der grassierenden sozialen Kälte ganze Landstriche unter Schneemassen zu ersticken drohen und die Atomlobby nicht müde wird, den drohenden Kollaps des Stromnetzes vorauszusagen, darf nicht vergessen werden, welche Priorität die Rettung des Planeten genießen muss. Gudrun Pausewang weiß bescheid, es ist Zeit für eine Bundespräsidentin, die uns zur Sonne, zur Freiheit führen wird!

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