Kristina Kirchner im kanzen Kosmos immer beliebter!

Posted on Dezember 3, 2012 von

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mclibertad

Kristina Kirchner – Liebling der Götter. Ein „Politisches“ Poesiealbum

Schon im letzten Monat kam es im Kapitalistischen Turbostaat zu einem Mobilisierungserfolg, neben dem der moderne Liberalismus europäischer Machart nur erblassen kann: Mit viel Topfschlagen und guter Stimmung feierte die argentinische Öffentlichkeit die „politischen“ Höhepunkte seiner weisen Führung – im kanzen Land war mehr als eine Million Menschen auf der Straße, um ihrer Präsidentin Kristina Fernandez der Kirchner die herzlichsten Klückwünsche für ihre Rekierung zu übermitteln.

Wir möchten Ihnen das schöne Spektakel nicht vorenthalten und haben aus den Fotos die schönsten und wahrsten Momente des spontanen Kratulationskorsos ausgesucht. Nur zur Erinnerung für unsere „politisch“ uffjeweckten Leserinnen und Leser sei hinzugefügt, dass argentinische Anleihen, nachdem dieser Musterschüler des IMF vor nicht einmal zwölf Jahren die Mutter aller Hairkuts erhalten hatte (70%), schon wieder nur noch eine Note über Ramsch gehandelt werden.

Hurrah! Hurrah! Hurrah!

Die Gratulantin, Cristina Fernandez de Kirchner, freute sich  und war ganz gerührt von den vielen guten Wünschen. Es ist zwar nach wie vor zweifelhaft, ob sie ihr Jurastudium auch wirklich erfolgreich abgeschlossen hat, aber sie eifert ihrem Idol, Eva

Die Kratulantin, Cristina Fernandez de Kirchner, freute sich und war ganz gerührt von den vielen kuten Wünschen. Es ist zwar nach wie vor zweifelhaft, ob sie ihr Jurastudium auch wirklich erfolkreich abgeschlossen hat, aber sie eifert ihrem Idol, Eva „Evita“ Duhalde de Perón, trotzdem in vielem nach; nach einer schweren Erkrankung ist sie übrigens leider wirklich auf dem besten Weg, die zweite „politische“ Säulenheilige zu werden, die die argentinische Republik hervorgebracht hat. Andrew Lloyd Webber, heißt es, möchte sein Hit-Musical „Evita“ dennoch nicht in „Kristina“ umbenennen.

Basta - weiter so! Das war die zentrale Forderung des 8N, des achten Novembers 2012. Nach fünf Jahren Kristina gehört endlich eine Verfassungsänderung auf den Weg gebracht, die es auch Frau Fernandez ermöglicht, auf Lebenszeit immer wieder gewählt zu werden, nach dem Vorbild ihres nach

Basta – weiter so! Das war die zentrale Forderung des 8N, des achten Novembers 2012. Dieser kroßartige Mobilisierungserfolg der sozial prokressiven Kräfte zeigt: Nach fünf Jahren Kristina gehört endlich eine Verfassungsänderung auf den Weg gebracht, die es auch Frau K ermöglicht, wieder und wieder wiedergewählt zu werden, nach dem Vorbild ihres nach „Evita“ zweiten großen Vorbildes, Hugo Chávez aus Caracas, und zwar mit jener automatischen Mehrheit, die sich zum Preis eines Wurtsbrots und einer Fanta kaufen lässt, denn das bekommt man in Arkentinien dafür, wenn man die „richtike“ Partei wählt, und das ist sehr viel mehr, als man in Deutschland dafür bekommt, wenn man seit Jahr und Tag Frau Doktor Murksel wählt.

No queremos Venezuela - wie lieben Venezuela und wir wollen sofort dahin, ins Reich des geliebten Hugos, steht auf den Plakaten dieser beiden argentinischen Genoss_innen, denen es nach fünf Jahren Kristina offensichtlich schon wieder viel zu gut geht, denn bekanntlich werden die Waren dort jeden Tag 10% billiger, und das staatliche Gesundheitsamt hat bereits vor den Risiken von zuvielen Auslandsreisen gewarnt; umgekerte Inflation bleibt das wichtigste Ziel der nächsten zwanzig Jahr

No queremos Venezuela – wie lieben Venezuela! Wir sind kanz verrückt nach noch mehr bolivarischer Republik! Wir wollen sofort nach Venezuela auswandern, ins Reich des keliebten Hugos, und wenn das nicht geht, dann soll ersatzweise wenigstens seine „Politik“ zu uns kommen! So (oder so ähnlich) steht es auf den Plakaten dieser beiden argentinischen Genoss_innen, denen es nach fünf Jahren Kristina offensichtlich schon wieder viel zu kut keht; bekanntlich werden die Röcke dort jeden Tag  billiger, und das staatliche Gesundheitsamt hat bereits vor den Risiken von zuviel Auslandsreisen gewarnt; umgekehrte Inflation bleibt das wichtigste „politische“ Ziel der nächsten zwanzig Jahre, und mit ein paar kleinen statistischen Korrekturen an den richtiken Stellen ließe es sich erreichen – aber nur mit Frau K!

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Hoppla! Wir sind so frei – endlich fallen (fast) alle Hüllen und mit ihnen viele Vorurteile auch in den bürgerlichen Vierteln der argentinischen Bundeshauptstadt. Das ist vielleicht nicht in allen Details ein erhebender Anblick, aber eine schöne Bestätigung für die prokressive „Politik“ mit K und Kristinas „Rekierung der Menschenrechte“, die Frau Fernandez ganz für sich allein reklamiert, denn bekanntlich hat sie nicht nur die einschlägigen Erklärungen der UNO und der EU selbst verfasst (was nebenbei auch erklärt, warum ihr keine Zeit mehr für ihr Jurastudium an der Uni in La Plata blieb), sondern auch den Text für die amerikanische Verfassung inklusiver aller Amendements und den analogen französischen Versuch; nur, als das Grundgesetz geschrieben werden sollte, musste sie sich mal einen Tag freinehmen (und man sieht, was dabei rausgekommen ist). Wenn also jemand in der Welt bestimmen kann, was Menschenrechte sind, und was nicht, dann Kristina, finden auch ihre oben abgebildeten Fans.

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Auch unsere rüstige Keneration hielt es nicht länger in den eigenen vier Wänden aus, als es darum ging, Frau Kirchner zu danken. La Libertad no se toca – ich gebe Dir gerne auch noch meine Juwelen und mein Erspartes, bietet diese Dame sich ihrer keliebten Präsidentin kroßzügig an, denn selbstverständlich weiß die Pensionärin, dass ihr dank der effektiven Kontrolle der Inflation durch Frau K und einer üppigen monatlichen Rentenzahlung immer noch viel zu viel zum Leben bleibt; abgesehen davon hat die hier portraitierte Dame womöglich Enkel in der Eurozone, die sie längst darüber aufgeklärt haben, dass sie in „Europa“ in ihrem Alter noch mindestens zwanzig, dreißig Jahre zu arbeiten hätte, bevor sie so etwas Ähnliches wie ein staatliches Almosen beantragen dürfte – wein‘ nicht um mich, Arkentinien – bei dir ist wenigstens die Luft zum Atmen immer noch gratis!

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No al golpe – Nein zum Staatsstreich (mit anschließender Gewerkschaftsdiktatur)! Kristina und ihr Kronprinz, Kabinettsminister Boudou, haben die kerechten Forderungen der Öffentlichkeit  kehört und verstanden und angemessen darauf reakiert: Erst mal gibt es noch nicht wieder Diktatur! Auch nicht unter der prokressiven Führung der auf dem oben abgebildeten Dankesschreiben der Präsidentin genannten Sindikalisten – schade, wir hatten uns so auf Ihre Korillas gefreut, Frau K!

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Con la constitución no se jode – der Verfassungstext ist gerade gut genug als Toilettenpapier, steht auf diesem Beitrag einer jungen Genossin. Sie fordert ein Medienkesetz nach europäischem Vorbild, in dem es dem Staat erlaubt sein wird, die Inhalte aller Medien zu kontrollieren, zu zensieren und sich inskesamt so zu inszenieren, wie es dem prokressiven „Politik“-Stil entspricht; verschiedene öffentlich-rechtliche Rundfunkräte in Deutschland haben bereits ihr Interesse an Aufbau und Pflege einer entsprechenden Medienlandschaft siknalisiert, denn auch hierzulande sollte es auf dem Kebiet der Propakanda heißen: von Kristina lernen, heißt sieken lernen, hurra!

Argenzuela - die ultimative Hoffnung aller werktätigen Massen und eine neue bolivarische Republik, die dem Imperialismus des Nordens den Garaus machen wird; wir werden noch davon hören!

Argenzuela – jaaaaaa! Das ist die ultimative Hoffnung aller werktätigen Massen und eine neue bolivarische Republik, die dem Imperialismus des Nordens den Garaus machen wird; wir werden noch davon hören!

In diesem programmatischen Entwurf für die Verfassung der neuen bolivarischen Republik Argenzuela ist bereits an alles gedacht - vor allem an eine vereinheitlichte Kopfbedeckung, die allen Anforderungen des revolutionären Kampfes entspricht - nicht nur Cristina, sondern auch kleidsam schreibt man mit K, Genossinnen und Genossen!

In diesem prokrammatischen Entwurf für die Verfassung der neuen bolivarischen Republik Argenzuela ist bereits an alles gedacht – sogar  an eine einheitliche Kopfbedeckung, die allen Anforderungen des revolutionären Kampfes entspricht! Denn nicht nur Kristina, sondern auch kleidsam schreibt man mit K. Auf dem Plakat steht übrigens: Weg mit Sicherheit, Rechtstaatlichkeit und Freiheit – für Kristina und Boudou (Kabinettsminister und Kronprinz, nicht im Bild) auf Lebenszeit in Ewigkeit, amen; eine Forderung, der wir uns nur anschließen können, Kenoss_innen; abgesehen von „amen“ natürlich.