Schreibende Arbeiter zum Todestag des Genossen Stalin

Posted on März 6, 2013 von

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Hummerfahne_kWährend die friedliebenden Werktätigen überall auf der Welt, selbst im Zentralorgan des Kaliningrader Oblasts, des sechzigsten Jahrestages des Todes des unsterblichen Genossen Stalin gedenken, hat sich der Zirkel schreibender Arbeiter auf dem Blog PPQ getroffen, um — ausgehend von dem revolutionären Gedicht Max Zimmerings NPT einen bunten Grabstrauß von Variationen zu erschaffen, der symbolisch auf dem Grab des Generalissimus niedergelegt wurde.

Zimmering schrieb:

Eine Mutter sah ich einen Brotlaib brechen,
und ich hörte sie von Josef Stalin sprechen,
und es kamen aus dem Herzen, drin es glühte,
Worte, ganz erfüllt von stiller, kluger Güte.

Kinder, sagte sie, eins sollt ihr nie vergessen:
Daß wir heute unser Brot in Frieden essen,
daß wir in den Nächten ohne Ängste ruhen,
daß sich wieder füllen unsre leeren Truhen,

daß ihr lernen dürft und spielen könnt und lachen,
ist, weil Josef Stalins weise Augen wachen
und weit über alle Länderfernen blicken
und Vertrauen zu den Unterdrückten schicken,

die sich mutig gegen Tod und Teufel wehren
und auch ihren Kindern eine Lehre lehren:
Daß die Völker nicht in Barbarei versanken,
dafür müssen wir Genossen Stalin danken.

Die Genossen bei PPQ nahmen diesen Faden auf, und zeigten mit ihren zeitgenössischen Adaptionen, daß, wie schon der in allen Sozialismen heimische Hermann Claudius schrieb, mit uns die neue Zeit zieht:

Eine Mutter sah ich einen Brotlaib brechen,
und ich hörte sie vom Euro sprechen,
und es kamen aus dem Herzen, drin es glühte,
Worte, ganz erfüllt von stiller, kluger Güte.

Kinder, sagte sie, eins sollt ihr nie vergessen:
Daß wir heute unser Brot in Frieden essen,
daß wir in den Nächten ohne Ängste ruhen,
daß sich wieder füllen unsre leeren Truhen,

daß ihr lernen dürft und spielen könnt und lachen,
ist, weil Brüssels weise Augen wachen
und weit über alle Länderfernen blicken
und Vertrauen zu den Unterdrückten schicken,

die sich mutig gegen Tod und Teufel wehren
und auch ihren Kindern eine Lehre lehren:
Daß die Völker nicht in Barbarei versanken,
dafür müssen wir dem Euro danken.

Ein anderer Schreibender Arbeiter schrob:

Eine Mutter sah ich Fast-Food-Essen brechen,
und ich hörte sie von Übelkeiten sprechen,
und es kamen aus dem Magen, drinnen es rumorte,
speiende Stöße bis an jede Pforte.

Kinder, sagte sie, eines sollt ihr nie vergessen:
Daß wir heute Pferdefleischlasagne essen,
daß wir in den Nächten wohlgesättigt ruhen,
daß wir falsche Bio-Eier sammeln in den Truhen,

daß ihr Gameboy spielen könnt und lachen,
ist, weil Frollein Merkels weise Augen wachen
und weit bis zum Hindukusche blicken
und Vertrauen zu den Untertanen schicken,

die sich mutig gegen Kotzgebrechen wehren
und auch den Migranten eine reine Lehre lehren:
Daß die Deutschen nicht in Barbarei versanken,
dafür müssen wir Genossin Merkel danken.

Und schließlich ein dritter:

Sahra Wagenknecht sah ihren Hummer ich erbrechen,
und ich hörte sie vom Kommunismus sprechen,
als die Stromsparlampe still verglühte,
gelb im Hain der Biodiesel blühte.

Kinder zu gebär’n hat sie vergessen
zuviel Kaviar hat sie gefressen
will sie weiter fern der Arbeit ruhen
muß dem Bourgeois sie an die Truhen.

Kann sie weiter lernen, spielen, lachen,
sollen andere sich doch Gedanken machen,
und ihr pünktlich Biohummer schicken,
währenddes kann sie den Oskar … … pflegen,

der sich mutig noch des Tods erwehrt,
nebenher Genoß’ und Freund das Fürchten lehrt.
Stalin, Ulbricht und Chavez sind tot.
Aber über allem weht das Banner hummerrot.

Gruß und Dank unseren Genossen Propagandisten des Zirkels Schreibender Arbeiter, den ruhmreichen Nationalpreisträgern von morgen!