Wir labern nicht im wahlkampf!

Posted on September 13, 2013 von

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Manche genoss*innen fragen uns vorwurfsvoll, warum wir vom autor*innenkollektiv dr. hilde benjamin so schweigen, gerade jetzt im wahlkampf und in der entscheidenden phase des kampfes gegen die chemieindustrie in syrien. In der tat ist es normalerweise ein verbrechen an der menschheit, die massen nicht regelmässig mit kritischen gedanken zu versorgen, die sie sonst nicht hätten. Gegen solche verbrecher soll man keine gnade haben! Das gilt auch, wenn der konstante lärmpegel unserer proteste längst von den gierigen vorstandsetagen der grosskonzerne missbraucht wird, sich die eigenen furzgeräusche übertönen zu lassen.

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Besser 100% sozial als 4,9% stimmenanteil!

In unserem falle liegen wir aber mit unserem schweigen auf parteilinie, und der partei nicht zu folgen, ist ja ebenfalls ein verbrechen an der menschheit. Die partei Die.Linke hat nämlich beschlossen, dass jetzt sofort ein Mindest-Lohn gefordert werden muss, und die parteien des demokratischen blocks sind ihr in der einsicht in die notwendigkeit einhellig gefolgt. Da aber alle demokratischen parteien und die bewaffneten organe der demokratischen bundesrepublik in ihren polizeiuniformen gegenüber der plutokratischen managerelite und in ihren brutalen nadelstreifenanzügen machtlos sind, musste dieser forderung mehr nachdruck verliehen werden. Dazu hat die partei Die.Linke auf einem wahlplakat einen laberstreik ausgerufen, dem wir uns sofort angeschlossen haben. Wir geben also keine kritischen gedanken von uns. Damit mobilisieren wir die massen im kampf für einen Mindest-Lohn von 10€/Stunde, denn wenn sie jetzt merken, dass selbst die kritischsten und kollektivsten autor_innen in laberstreik gegangen sind, muss selbst den arbeitslos*innen und hotelbeschäftigten der linkspartei auffallen, dass sie ja weniger als 10€/Stunde bekommen.

Im grunde existiert auch dieser artikel wegen des laberstreiks nicht. Das wahlplakat in den drei traditionellen farben der bewegung schwarz-weiß-rot kann übrigens hier heruntergeladen und anschliessend ausgedruckt und zusammengefaltet werden.