informelle mitarbeiter_innen gesucht

der antifaschistische staat hätte sich nicht 40 jahre lang erfolgreich gegen die reaktionären unterwanderungsversuche durch die kapitalistische welt stemmen können, wären nicht die zahlreichen informellen mitarbeiterinnen des schwertes und schildes der partei gewesen, die rastlos und mit großem eifer die sicherheitsbehörden diskret und verlässlich über vorkommnisse in kenntnis gesetzt hätten.

ein klarer gereifter klassenstandpunkt und vorbildliche meldedisziplin sind auch, wie der genosse abv bereits ausgeführt hatte, beim aufbau des sozialismus im cyberspace unabdingbar.

aus diesem grunde freut sich auch das bluthilde-blog über meldungen und gastbeiträge wachsamer tschekistischer persönlichkeiten, die sich in der folge in der sozialistischen bewusstseinsarbeit durch unser autorinnenkollektiv verwerten ließen.

deshalb von jetzt an alle sachdienlichen hinweise an loyalbushie73@aol.de, von wo aus diese an die zuständigen führungsoffizierinnen weitergeleitet werden!

freundschaft!

36 Responses “informelle mitarbeiter_innen gesucht” →
  1. “Capitalism the cause, Socialism the cure” (official motto of the Sinn Fein’s party organ “An poblacht”). At a loss for further words I wanted to inquire about any vacancies still open among the prestigious editorial board of Bluthilde? I knew her husband Walter very well who gave me a signed copy of his “The Revolution in the age of reproduction” in which he also argued against contraceptives for Lesbians, probably an aside against his wife Hilde. Let me know what you think when next time you think – CrisisMaven (posts could be in German or English, ve must fight ze Manchester liberalz!) P.S.: Braucht Ihr meine MfS-Nummer?

    Antwort
    • … wer soviel reaktionären Mist im Kopf hat kann nur nach Honegger schreien

      Antwort

  2. ostseestadion

    April 11, 2010

    Nuhe. wie woalln masn midde endlohnung moochn. n ? krieschda n efdehgehbeh feriünblads bevoarzuchd ? brooschs o nochn e sülindergobfdischdung für mei wardbuarsch drei elw. wie isn ? hm? oder gönnda worumschecks neidue ?

    Antwort

  3. abschnittsbevollmaechtigter

    April 11, 2010

    Wer das nicht für die Weltrevolution macht, sondern für die Befriedigung seiner kleinbürgerlichen Bedürfnisse, der zeigt damit nur, daß er einen sehr ungefestigten Klassenstandpunkt hat. Hier haben wir aus den Fehlern der Genossen vom MfS gelernt, die zu sehr auf die Quantität der Informationen bedacht waren und werden uns jedenfalls nicht darauf einlassen, Genossen zu kaufen. Ein Tschekist wird man aus Überzeugung, nicht um des eigenen Vorteiles willen, und wer das anders sieht, der endet wie der Genosse Jagoda, der zwar einiges akkumulieren konnte, aber dann nicht mehr viel Zeit hatte, es zu genießen:

    * Sowjetisches Geld 22997 Rubel und 59 Kopeken, darunter ein Sparbuch über 6180 Rubel und 59 Kopeke
    * Diverse Weine 1229 Flaschen, meist ausländische Weine der Jahrgänge 1897, 1900 und 1902
    * Sammlung pornographischer Fotos: 3904 Stück
    * Pornographische Filme: 11 Stück
    * Zigaretten, verschiedene ausländische, ägyptische und türkische: 11.075 Stück
    * Herrenmäntel, meist ausländische: 21 Stück
    * Persianermäntel: 2 Stück
    * Herrenanzüge ausländischer Produktion: 22 Stück
    * Stiefel aus Chromleder und Chevreauleder: 19 Paar
    * Ausländische Damenschuhe: 31 Paar
    * Ausländische Damenhüte: 22 Stück
    * Ausländische Seidenstrümpfe bester Qualität: 130 Paar
    * Eichhörnchenfelle: 50
    * Persianerfelle: 43
    * Fischotterpelze: 5 Stück
    * Große Teppiche: 17
    * Ausländische Männerunterhemden aus Seide: 43
    * Ausländische Männeroberhemden aus Seide: 2
    * Ausländische Grammophone: 2
    * Ausländische Schallplatten: 399 Stück
    * Ausländische Handschuhe: 37 Paar
    * Ausländische Damenhandtaschen: 16
    * Ausländische Pyjamas: 17
    * Ausländische Krawatten: 34
    * Ausländische Damenschlüpfer aus Seide: 68
    * Ausländisches Angelgerät: 73 Stück
    * Feldstecher: 7
    * Verschiedene Revolver: 19
    * Jagd- und Kleinkalibergewehre: 12
    * Armeegewehre: 2
    * Alte Dolche: 10
    * Schwerter: 3
    * Goldene Uhren: 5
    * Automobil: 1
    * Fahrräder: 3
    * Sammlung von Pfeifen und Mundstücken aus Elfenbein und Bernstein, die meisten mit pornographischen Motiven: 165
    * Penis aus Gummi: 1
    * Zusammenlegbare Filmeleinwand: 1
    * Filmkassetten: 120
    * Antikes Geschirr, 1008 Teile
    * Ausländische Gegenstände: (Heizer, Kühlschränke, Staubsauger, Lampen): 71
    * Ausländisches Parfüm: 95
    * Ausländische Sanitär- und Hygieneartikel (Medizin, Präservative): 115
    * Flügel, Klaviere: 3
    * Schreibmaschine: 1
    * Konterrevolutionäre, trotzkistische, faschistische Literatur: 542

    Antwort
    • Eichhoernchenfelle, alle Achtung! Was in der Liste fehlt, ist die Sammlung Frauenschuhe, die Genossin Imelda Romuáldez offenbar schnell noch vorher dem Testamentsvollstrecker entzogen hat. Wurde zur Strafe spaeter mit irgendeinem Philippino verheiratet, der aber spaeter auch beruflich gescheitert sein soll.

      Antwort

  4. Nostalgie

    April 11, 2010

    Echte Levis Jeans hat er aber nicht gehabt.
    Ansonsten beachtliche Sammlung.

    Antwort

  5. ostseestadion

    April 13, 2010

    und nisch moa n eibod. dawür aban benis oos jummi. wie eglüsch…

    Antwort

  6. Nostalgie

    April 13, 2010

    Ein Handy oder eine Digcam hat er auch nicht gehabt, scheint ein wenig reaktionär (rückständig) gewesen zu sein.

    Antwort

  7. netzwerkrecherche

    April 14, 2010

    Jagoda uns voran als Lehrer,
    Scharf sein Blick und fest die Hand.

    …aus einem Propagandalied zur Ermunterung der Arbeiter des Weißmeerkanales, nach Alexander Solschenizyn: Archipel GULAG, Band 2, S. 79.

    Antwort

    • abschnittsbevollmaechtigter

      April 14, 2010

      Ja, das werden sie wohl gern gesungen haben bei der Arbeit.

      Antwort
  8. Das ist praktisch – wenn er abhanden kommt, muss man nur dafuer sorgen, dass der Nachfolger auch dreisilbig ist, dann kann man das Lied weiterverwenden. Womit man wieder beobachten kann, wie wohltuend sich der Stalinismus von der heutigen Einsilbigkeit, mit der fuehrende revanchistische bourgeoise Politiker unsere Grundfreiheiten uebergehen, unterscheidet!

    Antwort

    • abschnittsbevollmaechtigter

      April 14, 2010

      Jeschow hatte zwar nur zwei Silben, da muß man halt etwas dehnen: »Je-he-schow«, und bei Berija hats ohnehin wieder gestimmt.
      Gibt es eigentlich irgendwo eine chronologische Liste der Führer von Tscheka / GPU / NKWD / KGB? Da könnte man mal überprüfen, wieweit bei der Auswahl der Genossen auf Dreisilbigkeit und Singbarkeit geachtet wurde.

      Antwort

      • feliksdzerzhinsky

        April 14, 2010

        Genosse abschnittsbevollmaechtigter: “Liste der Führer von Tscheka / GPU / NKWD / KGB” – in einigen Tagen wird ein Artikel von mir zu der teilweise gallopierenden Amnesie hinsichtlich bewaehrter Bolschewiki erscheinen, in denen ich die Frage der Lueckenhaftigkeit solcher Listen als Angriff revanchistischer Kraefte entlarven werde.

  9. Danke für den Kommentar!! Ich würde mich freuen, wenn ihr sozusagen im kapitalistischen Feindesland auf meinem neuen Blog einen Gastartikel zum Untergang des christlichen “Imperialismus” über den freien Geist freier Menschen mittels christlicher Propaganda aus eurer Sicht schreibt.

    Antwort
    • Das lässt sich gerne einrichten, Genosse. Über die genaueren Modalitäten tauschen wir uns am Besten auf konspirativem Wege via E-Mail aus.

      Antwort

  10. Lionel Mandrake

    Mai 31, 2010

    “An Poblacht” is spelled “An Phoblacht”, actually.

    Antwort

  11. altlinker studienrat

    Juni 12, 2010

    genossen,
    ihr solltet die website der genossin doris stump in eure blogroll aufnehmen:

    http://www.doris-stump.ch/

    außerhalb unseres geliebten erlter-1-landes der werktätigen (eudssr) leistet genossin stump tapfer aufklärungsarbeit gegen die patriarchalische gesellschaft:

    http://www.kath.net/detail.php?id=27025

    freundschaft!

    Antwort
    • Genau, Doris Stump(f) macht nicht nur ihrem Namen alle Ehre, sondern geht in ihrer stramm kollektiven Haltung, nur noch der Parteilinie zu folgen (denn die hat tausend Augen, die Wahrheit gepachtet und immer Recht!) bis zur totalen Selbstaufgabe! Keinen individuellen Gedanken mehr zu denken, sondern voll und ganz mit seinen Hirnströmen die Frequenzen der Partei zu senden – das ist vorbildlich und verdient mindestens eine Aufnahme in die blogroll, wenn nicht einen dicken rot-goldenen Orden!

      Antwort

  12. steinzeitmarxist

    Juni 12, 2010

    Sei auf das Herzlichste bedankt, Genosse, für diesen außerordentlich wertvollen Hinweis!

    Antwort
  13. Wenigstens eine Mitropa-Kaffeemaschine sollte als kleine Anerkennung für geleistete informelle Dienste doch drin sein, Genossen!

    Antwort
  14. Lionel Mandrake: “Phoblacht” – Danke fuer den Hinweis. Ich hatte durch unseren antifaschistischen Abwehrkampf eine “H”-P(h)obie, daher die Rectscreibungs-Problehme, you know. Slainte oder 88 and all that. “Postmen wouldn’t be bitten by dogs if they were clad in mail” I always say.

    Antwort

  15. kroraina

    Dezember 9, 2010

    Genoss_innen,

    darüber lässt sich reden, allerdings muss der gesamte Blog erst einmal von sich an den Klassengfeind anbiedernden Äusserungen, wie autorinnenkollektiv oder gar informelle mitarbeiterinnen gesäubert werden. Richtig dagegen ist: autor_innenkollektiv und informelle mitarbeiter_innen.

    Genoss_innen, nur wer nach mitarbeiter_innen ruft, dem werden mitarbeiter_innen antworten!

    Mit sozialistischen Grüss_innen
    Genoss_in Vladimir Ilyich Kroraina

    Antwort
  16. Stephen Colbert macht’s kurz:

    Zur Auflockerung der hysterischen Debatte um jüdische Haifische oder Haifische, die vom Mossad gesteuert werden:

    http://backsp.wordpress.com/2010/12/13/stephen-colbert-uand-die-hai-verschworung-des-mossad/

    “Marxistische” Grüße
    Bernd

    —————–
    http://backsp.wordpress.com/ (Übersetze ich)
    http://freeirannow.wordpress.com/ (bin ich Co-Autor)
    http://castollux.blogspot.com/ (mein Intimstes)
    http://rudismusicbox.wordpress.com/ (meiner uneinsichtigen Woodstock-Eitelkeit geschuldet).

    Antwort
  17. Genoss_innen,

    mit grosser Genugtuung nehmen Genoss_in Jagelowsk und meine Wenigkeit zur Kenntnis, dass der Blog endlich von sich an den Klassenfeind anbiedernden Äusserungen, wie autorinnenkollektiv oder gar informelle mitarbeiterinnen gesäubert wurde. Genoss_innen, wir begrüssen diesen Schritt und werden zu Ehren des autor_innenkollektivs noch eine weitere Fuhre Krapfen und Kartoffelpuffer futtern!

    Mit sozialistischen Grüss_innen
    Genoss_in Vladimir Ilyich Kroraina

    Antwort
  18. Sind meine Kommentare nicht mehr erwünscht? Schade!

    Kommentare, die mehr als einen Link enthalten, landen automatisch in der Spamliste, Genossin! Wir müssen sie dann immer mühsam wieder rausholen… ;)

    Antwort

  19. Ob ich mich dieser Reisebericht zm IM qualifiziert?

    Dezember 25, 2010

    “Kreuzfahrer von heute” – Mit Ruby Princess von Venedig nach Fort Lauderdale
    Goodbye, Ruby Princess
    Who could hang a name on you?
    When you change with every new day
    Still Im gonna miss you
    Wie jetzt, Princesschen?! Hausfrau? Mutter? Geliebte? Hure?
    Um es vorweg zu nehmen, das Zeug zu Letzterer hat sie nicht. Sonst wiegte sie sich gelegentlich kokett in der Dünungs-Hüfte und vertrüge in den Häfen Venedigs, Neapels, Cannes´ oder Barcelonas schon mal ein An-und Ablege-Stößchen. Von Punta Delgado, Azoren, voll der wilde Atlantik, ganz zu schweigen.
    Als Mutter kennt sie Ihre Pappenheimer. 2000 Amis. E 200 CDI – Gehobene Mittelklasse. Mit der lässt sich´s schlecht treiben, gleichwohl sie 10 Millionen Dollar in die Schiffskollekte klingelt. Die braucht´s auch. Bei der Sauberkeits-, Sicherheits-, Pünktlichkeits-, Service- und Haute-Cousine-Besessenheit.
    Der Ami ist weiß, dick und watschelt wie Onkel Dagobert. Damit man ihn als solchen auch erkennt, stülpt er ein Basecap über: seine – nag, nag – Entenschnabel-Prothese. Was er verquakt, ist schwer auszumachen; wo, kaum zu verorten. Die Konsonanten jedenfalls werden auf Prostatahöhe emittiert, zwängen sich an prall gefülltem Gedärm vorbei und kriegen im Kehlsack, der tief aufs Brustbein schlabbert, ihren finalen, kryptischen Schliff.
    Nancy, keineswegs als Trophäe – wo er die wohl versteckt? – auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten geschossen, ist Sams Kaliber. Sie trägt ´nen Faltenrock – Ich geh am Stock. Ersterer passt wie Syrup auf den Pancake zu Sams rechtsbeinigem Hochwasser-Ringelsock. Der linke hat sich just im Plattschuh verheddert, mit dem er in Kanada Flächenbrände austritt. Und wer mich noch mal von der Seite mit „HOW´RE YOUU?“ angurgelt und ein kastral-diskantes „FIINE“ erwartet, kriegt – schwupps – gleich eins aufs Maul.
    „Zupf dem Truthahn am Gefieder, dicker, weißer Mann“, möchte man Sam zurufen. „Geh dem Haifisch an die Flosse, kraul dem Tafelspitz hinterm Öhrchen und lauf dem Hummer in die offene Schere. Mager, mager noch ein Süppchen, statt: Heute gibt es süßen Brei, wo ist mein großer Löffel? Nie wieder Saft und Kaffee, in denen Halm und Löffel auf Zucker stehen wie Pol Pot auf Nickelbrillenträger. Rapunzel, lass Dein Haar herab.
    Nancy, nicht eben liebevoll aber gelassenen Respekts akzeptiert, hilft sich einen Salatkreation über, die einem Kobe-Rind zur Henkersmahlzeit gereichte: Hülsen- und Hackfrucht, Tag- und Nachtschattengewächse auf dem Vierfamilien-Vorlegeteller fein säuberlich fragmentiert, final aber durch einen Schlag Rahmspinat für immer geschmacksvereint. Oups – da trifft pfeifendes Bäuerchen Zeigefinger auf halben Weg zum Nasenstein und – Uähh – wird Zäpfchen, einer Gähn-Attacke geschuldet, zur Public Affair.
    „Bald, dicker, weiße Mann bist Du Fossil im eignen Land vermasselter Möglichkeiten. Klar doch, der Schwarze hat den Groove, der Hispanic den Baile. Ob sie aber mit dem Geräppel und Gezäppel Deinen Laden, Deine Werkstatt, Deine Kanzlei, Deine Farm führen, Deine Klasse unterrichten, Deine Patienten malträtieren können? Zuverlässig, pünktlich, Jahr aus – Jahr ein?
    Sei´s drum. So wirf, Adipöser, denn ein: fetttriefende Breakfasts, Lunchs und Dinners, die, zu ihrem Leidwesen, Ruby Princess eigens für Dich rund um die Uhr zu offerieren gehalten ist. Sie ist für 3000 Fahrensleut ausgelegt und wenn Du alsbald Deinen viel zu großen Löffel abgibst, dann rechnet sie sich nicht mehr und schafft als Seelenverkäufer an.
    Das Modul Deiner Begierde, Du Kackwurst, wird Knackwurst und nicht Knockwurst geschriebene, nur weil Du die Aussprache des einzigen Dir wichtigen Fremdworts nicht in Dein Südstaaten-Großkopf-Kleinhirn kriegst. Wenn aber über kurz oder lang chinesische Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen, um ihren Schrotthandel-Überschuss zu vollstrecken, wäre es tunlich, wenigstens den Offenbarungseid in deren Sprache abzulegen. „OH MY GOOD??“ Wutsch-Putsch, da gibt´s gleich zwei!
    Ach ja, schließlich berappelten sich doch noch zwei Neger, deren einen ich sogleich zum Bierholen schickte, vom Rumpf aufs Sonnendeck, während ein Asiatinnen-Triumvirat , nach seinem Rumgetrippel Überlebende der letzten Fußschnür-Ming-Dynastie, ebenfalls zu nichts zu gebrauchen war.

    Sieche, Dehydrierte, Moribunde auf dem Weg zur Zelebration der eigenen Seebestattung? Mitnichten. Unterwegs zum Sportdeck auf Eiffelturm-Höhe, wo sie sich, gelegentlich eines Eddi-Munch-Schreis enthebend, auf hochmoderne Folter spannten. Hui, wie sie zitterten, die morschen Knochen, wie sie knacksten, die arthritischen Kapseln.
    Basecap ab, vor der Handvoll John Waynes, die sich in die von sexueller Andersartigkeit streng abgeschirmte, ethnisch reine Männersauna wagten. Gleichwohl das Doppelte-Hautschürzen-Lottchen überm einfachen Möchtegern-Ottchen, entledigen sie sich selbst zum Flüssigseife-Einzelkabinen-Duschen ihrer Reiterhosen nicht. Augen-Tinnitus?! Ich sah nur noch Pfeifen!
    Irre aber menschlich, die von Ethno-Alemannin Dörte Venushügel angeführte Millionärswitwen-Stampede. Einmal, auf ihrem Weg von Menstruationsmeditation zu Beckenbodentraining an Kaffeeeinlauf zur Darmentschlackung, tappte ich in die listig zwischen Ball- und Bar-Deck gestellte Fahrstuhlfalle. WOAHHH! Da war mir doch glatt der Träger meines Muskelshirts auf den Oberarm gerutscht und gab den Blick auf Pectoralis und Sixpack frei… Dörte soll seit gestern per Katamaran zwischen Playa Cabarete und Boca de Yásica kreuzen.
    Und siehe, es waren auch Auserwählte an Bord, die nicht sähen, die nicht ernten und die der Himmlische Vater doch ernähre (Matthäus 6,26). Listig lunzen sie, soweit das die Nase erlaubt, unter ihrem Käppi hervor, wetten auf sinkende Kurse und kaufen, sobald die gefallen sind, die kurz zuvor verhökerten Papiere wohlfeil zurück. Gewinn aus Verlust. Klar, dass die Bunzel-Banker von der Sachsen-LB da mitzocken mussten.
    Als ich zwischen Passagieren und Crew vierzüngig vermittelte, ging ich als Lingu-Einstein durch. Nachdem ich jedoch überfallmäßig das Fitnesscenter mit Übungen der Wehrsportgruppe Hoffman überzog, waren sich Sam und Nancy nicht mehr sicher, den Krieg gewonnen zu haben.
    Obwohl ich mir Belletristik – wau, wau – selten zugestehe, hatte ich Jonathan Franzens „Freiheit“ dabei. Ein 730-Seiten Wälzer, an dem er, von Rezensent und Feuilleton frenetisch gefeiert, fast 10 Jahre gegen Wahn und Blockade anschrieb. Ach, hätten diese doch obsiegt! Nach seinen „Korrekturen“, für mich der Buddenbrooks Zauberbergbesteigung, wähnte ich mich jedoch auf der sicheren Seite.
    Auch, weil mit Charlotte Roches Bestseller FEUCHTGEBIETE – „Dass ich in Muschisachen so gesund und in Arschsachen so verkrampft bin, liegt daran, dass mir meine Mutti ein riesen Kackproblem angezüchtet hat“ – der literarische Ekel-Zenit ein für allemal überschritten sein sollte, zumal sich Sackratte-Charlys Schicksal – „Außerdem habe ich schon viele Jahre, von fünfzehn bis heute, mit achtzehn, trotz eines wuchernden Hämorriden-Blumenkohls sehr erfolgreich Analverkehr“ – auch arschsachenmäßig zum Guten wendete.
    Dümmer geht´s nimmer? Fäkalistischer immer!
    Seite 342, Ute Freudenbergs „JUGENDLIEBE bringt – Den Tag wo man beginnt – Alles um sich her – Ganz anders anzuseh’n – HAHA, lachend trägt die Zeit – Die unvergessen bleibt – Denn sie ist -Traumhaft schö-ön“ auf Amerikanisch: „Eines Nachmittags wurde CONNIES Klitoris, ihrer Beschreibung zufolge, volle zwanzig Zentimeter lang, ein hervorstehender Stift der Zärtlichkeit, mit dem sie sanft die Lippen seines Penis teilte und bis zum Sockel seines Schafts hineinschob. An einem anderen Tag beschrieb JOEY, auf ihr Drängen hin, die glatte, warme Reinheit ihrer Würste, die, als sie aus ihrem Anus glitten und in seinen offenen Mund fielen, wie vorzügliche dunkle Schokolade schmeckten.“ Ob ihre Konsistenz eher zu Knack- oder zu Knockwürsten tendierte, ließ der Autor allerdings offen. Wie JOEY aus gleicher Materie seinen verschluckten Ehering fischt, nicht. In aller Detailtreue, versteht sich. Wer Scheiß schreibt, kann davon nicht lassen.
    Überzeugend auch die Figur des ultimativen Rockrebellen KATZ, der seine Bestimmung, außer mit seinen Traumatics „I hate sunshine! I hate sunshine!“ zu grölen, Seite 194, darin sieht „meinen Penis in die Scheide möglichst vieler Frauen zu stecken.“ Klar, dass dieser Wahn-Wilde der beste Freund des Berufsguten, Moralapostels und Ökofuzzis WALTER ist, der ihn über nicht enden wollende Seiten für die Rettung des Pappelwaldsängers, eines unscheinbaren Laubwald-Nesthockers, zu begeistern sucht. Der geneigte Leser ist längst entschlummert, als SYSTEM-WALTER den CHAOS-KATZ „Langweilst Du Dich schon?“ fragt und der, Seite 286, antwortet: „Überhaupt nicht. Ehrlich gesagt, dürstet mich nach ein wenig geistiger Anregung.“

    Um die ist Walter nicht verlegen. Schließlich, Seite 411, sind die an der Überbevölkerung schuld, „die dem Scheißpapst gehorchten und 10 Kinder warfen“ und, 70 Seiten weiter: „Der Planet erhitzt sich wie ein Grillofen.“ Bleibt zu hoffen, dass Überhitzung und nicht Unvermögen Verkorkstes wie auf Seite 484 geschuldet ist: „Sie“, Heldin Patty, „ trug sehr flauschig aussehende Socken, die Socken von einer, deren Füße nicht mehr sehr jung und gut gepolstert waren.“ Zum Glück war es meine Kajütentür, gegen die ich die unsägliche Schwarte schleuderte.
    Dass ich mit Welt-Großdenker John Grays „Von Menschen und anderen Tiere“, ebenfalls im Zweitversuch, von Regen in die Traufe kam, steht auf einem andern Blatt.
    Für meine Ruby Princess, der ich, wenn wir allein waren, Bleibendes verdanke, aber steht:
    Don’t question why she needs to be so free
    She’ll tell you it’s the only way to be
    She just can’t be chained
    To a life where nothing’s gained
    And nothing’s lost
    At such a cost
    Goodbye, Ruby Princess…
    Frank
    Cabarete im Dezember 2010

    Antwort

  20. steinzeitmarxist

    Dezember 25, 2010

    Na ja, Handkes Reiseberichte waren beispielsweise immer von einer im Vergleich etwas diskordanzadäquateren und protothetischeren Sekundarstruktur erfüllt. Auch fehlen mir die Kumpel aus dem volkseigenen Kombinat, die die Gunst der Stunde nutzen, um die Weisheit hinter den Direktiven der Partei zu loben. Aber die kompromisslose proletarische Perspektive, die in dem Elaborat zum Ausdruck kommt, könnte Dich zumindest fürs nächste Casting des örtlichen Zirkels schreibender Arbeiter im Geräteraum des nächstgelegenen Heims der Volkssolidarität qualifizieren.

    Mal sehen, was die Genoss_innen darüber denken. Ansonsten teile schon mal zur Sicherheit Deine WordPress-Daten mit!

    Antwort

  21. Mein KlassenKampf

    Januar 26, 2011

    Wie steht es denn mit informellen Mitarbeitstransgender_innen und Mitarbeits- bi und- trisexuellen? Bis jetzt habe ich keine Hinweise darauf gefunden dass das “dritte Geschlecht” und diverse Zwischenformen als informelle Mitarbeiter_innen_transgender_innen zur wiedererrichtung einer proletarischen, klassenlosen Sozial(hilfe)Gesellschaft erwünscht ist.
    Solch eine Diskriminierung der unentschlossenen bzw. ständig wechselnder Sexualität ist einer der hehren Ziele des Klassenkampfes Verpflichteten Internet Präsenz unwürdig.

    Antwort

  22. Tutnichtszusacheihridioten

    Februar 1, 2011

    No need to spread the “news”. Everybody knows that communism is the bloodiest, most oppressive, most despotic ideology that only brought death, ecological and economic disasters where it reigned. No need to spread the “news” about communism. Planned economy is the epitomacy of idiocy. What is good about communism?? What problem did communism effectively solve in history?? Name me only ONE country where communism did not end up in a rotten shithole?

    Antwort
  23. wären nicht die zahlreichen informellen mitarbeiterinnen des schwertes und schildes der partei gewesen …

    Plagiat. Das Original lautet: pax christi – Schutz und Schild der Katholischen Kirche

    zu lesen unter

    http://anti3anti.wordpress.com/2011/01/29/pax-christi-schutz-und-schild/

    Antwort
  24. Heyhey – was solldarf ich von soviel blutrinseligem Sprachdenkspiel halten? Würde mich freuen, zuweilen thematisch orientiert mitzukonspirieren. Ein Blick in meinen Blog mag nicht täuschen: ich kann auch anders und vielseitig janusgesichtig.

    Marieabastide
    http://www.mariebastide.wordpress.com

    Antwort
  25. WARNUNG! !!!!

    WIR HABEN EUCH VERBRECHERISCHE KOMMUNISTISCHE GEHIRNFURZEREI SCHON SEIT LÄNGEREM IM VISIER.
    IHR TUT GUT DARAN EUREN MIST FÜR EUCH ZU BEHALTEN. SONST PASSIERT NOCH EIN UNGLÜCK…..

    Antwort
    • Das ist schon passiert… unsere Leser_innen müssen Dein schlechtes Deutsch ertragen.

      Antwort
      • Anscheinend war das nicht verständlich für dich mein kleines
        Kommischwein wir sind nicht zu deiner Belustigung hier. Aber das wirst du bald merken. (Ach ja Stalin hatte einen kleinen PENIS) – neues Futter um für dich um uns für dumm zu verkaufen hoho

        He said “Penis” – hähä, hähä… aber “Schwein” ist leider kulturunsensibel. Deshalb müssen wir Dich leider zum Schweigen bringen. – harrytisch2009


      • Schmitt

        Juni 22, 2011

        Oooch, laßt den doch weitermachen; durch den wird es doch erst richtig komisch!

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