Fukushima: Wo Technik und Biologie den neuen Menschen schaffen!

Posted on März 18, 2011 von

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Die Verwandlung von Kohlenstoff durch Radioaktivität (Quelle: willizweblog.twoday.net)

Reaktionäre Kreise verstärken ihre Anstrengungen, die friedliche Nutzung der Atomkraft zu diskreditieren. Die imperialistischen Vereinigten Staaten entsenden Flugzeugträger, um das friedliebende Japan (so es denn existiert, wie wir heute wissen, war ja auch Pearl Harbor inszeniert) daran zu hindern, ihre Bevölkerung rassisch aufzunorden.

Hiergegen gilt es, alle progressiven Kräfte zu mobilisieren! Kennt man dereinst auch uns Deutsche nicht mehr, so kennt man doch unsere Parteien!

Die weise japanische Regierung unter Führung ihres noch weiseren Kaisers Hiroshimahito befreit gerade die Radioaktivität von ihren Fesseln, damit sie zum Wohle der Menschheit und zur Beschleunigung der Evolution ihre wohltuende Wirkung auf das Erbgut ausüben kann.

Da nicht alle Mutationen erfolgreich verlaufen, ist es nötig, genügend Freiwillige an diesem Experiment zu beteiligen. Daher hat die weise japanische Regierung mithilfe ihres noch weiseren Elektrizitätsunternehmens DTeppCo als Ort dieses an den Ideen des weisen Genossen Lyssenko orientierten Massenversuchs die Umgebung der Großstadt Tokio gewählt, da Luxemburg sich dem wissenschaftlichen Fortschritt verweigert hat.

Japan ist das Land des Wachstums schlechthin. Geldmenge, Staatsschulden und nun auch noch die radioaktive Dosisleistung, alle sind sie auf dem Wege, frühere Weltrekorde zu brechen. Selbst sozialistische Vorbilder wie Zimbabwe (Geldmenge), die Sowjetunion (Radioaktivität) oder das Griechenland der Genoss_Innen von der PASOK (Staatsschulden) schauen neiderfüllt und beinahe ängstlich auf das Land der aufgehenden Sonne.

Der grosse Sprung in der Schüssel nach vorn nötigt Reaktortechnikern in aller Welt Respekt und Ehrfurcht ab. Alle wollen sie nun an diesem Erfolg teilhaben und die japanischen Methoden ausspähen, doch die japanische Arbeiterklasse und ihre Parteiführung sind auf der Hut – wachsam haben sie die feindlichen Spione erkannt, neutralisiert und ausserhalb ihrer Landesgrenzen sistiert. wer es heimlich dennoch geschafft hatte, einzudringen, wurde zuerst unschädlich gemacht und dann unter dem Spott der wehrhaften Bevölkerung nach Hause geschickt.

Das Konzept der Radioaktivität in einem Land geht auf, Genossinnen und Genossen, und dennoch: Japan teilt großzügig mit seinen Nachbarstaaten, ohne dafür irgendeine Gegenleistung zu verlangen.

Schon weht das Symbol des Fortschritts, das Symbol der roten Sonne über Düsseldorf und einigen fünften Kolonnen in anderen kapitalistischen Staaten – bald werden auch diese des Segens der Atomkraft teilhaftig werden und glücklich strahlen.

Die keimfreie Zukunft gehört der japanischen Offenheit im Umgang mit ihren technischen Errungenschaften, das Volk besingt seine strahlende Heimat und dankt der Regierung für seine erholsame, ungestörte Nachtruhe. Von Japan lernen, heisst siechen lernen, Genossinnen und Genossen! Heraus zum ersten April, mobilisiert zu den Landtagswahlen, tut es den japanischen Schwestern und Brüdern nach, kneift die Augen zusammen – Ihr werdet sehen, wie unsere reaktionären Gegner gelb vor Neid werden.

Weg mit dem Beton, Kampf dem Containment, Strahlung für alle, auf dass der neue Mensch auferstehe aus Ruinen!