UNESCO: Sind bald auch alle Datschen Moscheen?

Posted on November 5, 2010 von

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Die UNESCO hat letzte Woche wieder mal nachdrücklich ihren nutzbringenden Charakter, ihre Handlungsfähigkeit und ihre unverbrüchliche Treue zum Klassenstandpunkt unter Beweis gestellt.

Getreu dem bewährten Ansatz des Genossen Lyssenko zeigte die UN-Teilorganisation mit ihrer Umdeklaration des Grabmals der Rachel, Mutter des Joseph, zur “Moschee”, dass sie nicht nur angetreten ist, um die Geschichte zu interpretieren, sondern sie – wie der Inhalt des nachfolgenden Interviews illustriert, sogar gleich rückwirkend – zu verändern:

Das revolutionäre Handeln der UNESCO offenbart einen neuen, unkonventionellen Weg, um die Vergesellschaftung der Produktionsmittel auch unter bürgerlichen und spätkapitalistischen Vorzeichen voranzutreiben und der sozialistischen Weltrevolution neuen Drive zu verleihen.

Durch die Umdeklaration von Örtlichkeiten, Bauwerken oder Personen zur “Moschee”, selbst wenn diese Funktion bis dato noch keinem Moslem bekannt war, lässt sich sogar ohne groß angelegte demokratische Bodenreform Verteilungsgerechtigkeit herstellen und unerwünschte Verwendung von Eigentum genauso wie nicht gefällige historische Wahrheit aus der Welt schaffen.

Hätte die letzte Regierung der DDR darauf bestanden, die Frage, ob der Palast der Republik eine Moschee ist, durch die UNESCO klären zu lassen, das Bauwerk könnte heute noch stehen.

Würde die UNESCO morgen schon das Atommüllzwischenlager Gorleben zur Moschee erklären, die schwarz-gelbe Ausbeuterregierung könnte den Transport abblasen und auf der Stelle kehrt machen lassen.

Nachbarschaftsstreitigkeiten ließen sich schnell beilegen, würde einer der Beteiligten rechtzeitig das Grundstück des verhassten Spießers nebenan samt Kötern und Gartenzwergen zur “Moschee” erklären lassen.

Und Datschenbesitzer, die negative Einträge in ihrer Kaderakte aufweisen, können ebenso kurz und bündig in die Schranken gewiesen werden wie Wagen von Street View, wenn Kleingartensparten und Kuhdörfer gleich flächendeckend als islamische Gebetshäuser deklariert werden.

Danke, liebe Genoss_innen von der UNESCO, Ihr unterstreicht, dass Ihr in der Lage seid, die Lehren des Marxismus-Leninismus bei Bedarf sogar ohne vorherige Rückfrage bei uns zeitgemäß anzuwenden!

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